«Freiwilligenarbeit ist, wie alles, was wir für andere sowie für unsere Familienangehörigen tun, äusserst wertvoll, ja im wortwörtlichen Sinn unbezahlbar, denn die Gesellschaft wäre nie im Stande, die finanziellen Mittel für diese Dienste am Mitmenschen aufzubringen.
Wenn wir an Freiwilligenarbeit denken, so denken wir meist an die unentgeltliche Arbeit in einer Organisation. Aber es gibt auch einen stillen, unsichtbaren Dienst am Mitmenschen, der von keiner Statistik erfasst und von keiner Organisation geplant wird. Auch dieser ist voller Liebe zu den Nächsten und voll Bereitschaft, Gutes zu tun - sei dies für Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn oder einfach für jemanden, der unsere Hilfe braucht, weil er oder sie leidet oder es allein nicht schafft. Bei jenen, die Unterstützung erhalten, bewirkt sie Gutes. Und jenen, die Gutes tun, gibt sie ein gutes Gefühl. Die Bereitschaft zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, das ist es, was uns als Mitmenschen auszeichnet.»
Patrizia Pesenti, ehemalige Staatsrätin, Vorsteherin des Departements für Gesundheit und Soziales des Kantons Tessin